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Ausgabe
2022/42
DOI:
https://doi.org/10.4414/saez.2022.21161
Schweiz Ärzteztg. 2022;103(42):9-10

Publiziert am 18.10.2022

UZH Die Universität Zürich hat PD Dr. med. Justus E. Roos, Chefarzt Radiologie und Nuklearmedizin des Luzerner Kantonsspitals (LUKS), zum Titularprofessor ernannt. Justus E. Roos studierte an der Universität Bern. Seine Assistenzjahre absolvierte er am Universitätsspital Genf und am Universitätsspital Zürich, wo er seine Weiterbildung zum Facharzt für Radiologie im Jahre 2003 abschloss und danach als Oberarzt tätig war. Im Jahr 2005 wechselte er für einen zweijährigen Forschungsaufenthalt an die Stanford University, wo er anschliessend als Assistenzprofessor tätig war. Vor der Wahl zum Chefarzt der Radiologie und Nuklearmedizin am LUKS war Justus Roos bis Ende 2015 als ausserordentlicher Professor an der Duke University in North Carolina.
PD Dr. med. Justus E. Roos
Spital Menziken Am 1. Oktober hat Hans-Peter Wyss die Leitung des Departements Pflege und Medizinisch therapeutische und technische Dienste am Asana Spital Menziken übernommen. Wyss ist seit 2013 am Spital tätig, zuletzt als Bereichsleiter Perioperative Pflege und Leiter Notorganisation. Daneben war er als kantonaler Einsatzleiter Sanität und in verschiedenen Gremien für den Kanton Aargau beschäftigt. Er ist Dipl. Pflegefachmann HF und hat sich zum Dipl. Experten Anästhesiepflege NDS HF und zum Rettungssanitäter HF weitergebildet. Zudem verfügt der 48-Jährige über einen Executive Master in Business Administration FH mit Vertiefung in Strategischem Management.
Hans-Peter Wyss
Reliva AG Anne-Geneviève Bütikofer ergänzt ab dem 1. November den Verwaltungsrat der Reliva AG. Bütikofer ist seit 2018 Direktorin des nationalen Spitalverbandes H+. Zuvor war die Juristin aus Neuchâtel unter anderem als Generaldirektorin des Volkswirtschafts- und Gesundheitsdepartements des Kantons Genf und als Generalsekretärin der FMH tätig. Zusätzlich nahm sie diverse weitere Ämter und Mandate in der Gesundheitsbranche wahr. Anne-Geneviève Bütikofer wurde zusammen mit Muriel Widmer in den Verwaltungsrat der Patientenhotel-Firma gewählt. Die beiden lösen Gabriela Kanitz und Dominique Freymond ab.
Anne-Geneviève Bütikofer
Gedächtnis Forschende der Universität Basel um Prof. Dr. Dominique de Quervain und Prof. Dr. Andreas Papassotiropoulos haben herausgefunden, dass das Kleinhirn beim Erinnern von emotionalen Erlebnissen eine wichtige Rolle spielt. Sie zeigten 1418 Studienteilnehmenden Bilder und zeichneten die Hirnaktivität der Probanden mittels Magnetresonanztomographie auf. Sowohl an positive als auch an negative Bilder erinnerten sich die Studienteilnehmenden in einem späteren Gedächtnistest viel besser als an neutrale Bilder. «Die vorliegenden Ergebnisse deuten darauf hin, dass das Kleinhirn ein integraler Bestandteil eines Netzwerks ist, welches für die verbesserte Abspeicherung emotionaler Informationen verantwortlich ist», so de Quervain. Obwohl ein verbessertes Gedächtnis für emotionale Erfahrungen einen lebenswichtigen Mechanismus darstellt, hat dieser auch Schattenseiten: Im Falle sehr negativer Erlebnisse kann er wiederkehrende Angstzustände begünstigen. Diese Erkenntnisse könnten für das Verständnis psychiatrischer Krankheitsbilder wie der posttraumatischen Belastungsstörung von Bedeutung sein.
Mikro-RNA Forschende der ETH Zürich unter der Leitung von Markus Stoffel konnten zeigen, dass Mikro-RNA-Moleküle für die Regulierung des Körpergewichts zentral sind. Genom-Assoziationsstudien hatten bereits gezeigt, dass unsere Erbanlagen mitbestimmen, wie stark wir zu Fettleibigkeit neigen. Die ETH-Forschenden haben nun einen weiteren Risikofaktor gefunden: ein körpereigenes Mikro-RNA-Molekül mit dem Namen Mikro-RNA 7. «Bisher war es ungeklärt, warum sich mit Genvariationen weniger als die Hälfte der Ursachen für erblich bedingte Fettleibigkeit erklären lassen», sagt Stoffel. «Unsere Arbeit zeigt nun: Es reicht nicht, nur in den Genen zu suchen, die die Information für Proteine tragen, man muss auch die DNA-Bereiche ausserhalb von protein-kodierenden Genen untersuchen wie zum Beispiel die Regionen mit den Bauanleitungen für Mikro-RNA.» Die neue Erkenntnis liesse sich auch in der Medizin nutzen, indem Medikamente auf RNA-Basis entwickelt würden für Personen, in deren Hypothalamus zu wenig Mikro-RNA 7 hergestellt wird.
Empa Die Strahlentherapie für Krebskranke soll wirksamer und schonender werden: Für dieses Vorhaben hat der Nachwuchsforscher Lukas Gerken ein «Empa Young Scientist Fellowship» erhalten. Gerke forscht in den Laboren der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) zum Einsatz von Nanopartikeln, um die Empfindlichkeit von Tumoren während der Strahlentherapie zu erhöhen. Nun will er die Aktivität der Nanopartikel weiter steigern. Gerke ist Doktorand an der ETH. Das von der Ria und Arthur Dietschweiler Stiftung finanzierte Fellowship ermöglicht ihm, während zwei Jahren ein eigenständiges Forschungsprojekt durchzuführen.
Lukas Gerken kühlt ein Elektronenmikroskop mit Flüssigstickstoff.
© Empa
CHUV/HUG Der Forschungs-Förderungspreis der Schweizerischen Epilepsie-Liga geht an Dr. med. Isabelle Beuchat und an Dr. med. Pia De Stefano. Beide Medizinerinnen forschen zur Verbesserung der Diagnosestellung bei Epilepsie. Isabelle Beuchat vom Universitätsspital in Lausanne untersucht Bluttests, die als Indikatoren eines überstandenen epileptischen Anfalls gelten. Pia De Stefano vom Universitätsspital Genf beschäftigt sich mit der Hirnstrom-Messung bei «stillen» nicht-konvulsiv andauernden epileptischen Anfällen, die im Koma nach einem überstandenen Herzstillstand auftreten können. Das Preisgeld von 25 000 Franken wird auf die beiden Gewinnerinnen aufgeteilt.
Dr. med. Isabelle Beuchat
Dr. med. Pia De Stefano

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