Eidgenössische Wahlen 2023

Eidgenössische Wahlen 2023

Coverstory
Ausgabe
2023/38
DOI:
https://doi.org/10.4414/saez.2023.22141
Schweiz Ärzteztg. 2023;104(38):30-41

Publiziert am 20.09.2023

Kandidaturen der Ärzteschaft Zahlreiche Ärztinnen und Ärzte kandidieren für den Nationalrat. Dieses Engagement ist wichtig, um die Sicht der Ärzteschaft einzubringen. Im Folgenden stellen sich Kandidatinnen und Kandidaten aus der Ärzteschaft kurz vor.

Blaise Vionnet, 1956, Echallens

Nachhaltigkeit und Genügsamkeit. Unser Gesundheitssystem steht am Rande des Zusammenbruchs. Um es nachhaltig zu gestalten, sind dringende Massnahmen in Richtung einer gewissen Genügsamkeit erforderlich. Die Hausarztmedizin ist einer der Schlüssel dazu. Sie muss attraktiver gemacht werden, indem die Ausbildung von Allgemeinmedizinern gefördert, die Bürokratie im Zusammenhang mit den Versicherungen abgebaut und dringend Tarife eingeführt werden, die vernetztes Arbeiten aufwerten, wie sie in TARDOC vorgeschlagen werden. Das Tarifsystem ist ein Mittel, das eine gewisse Kontrolle über die Kosten ermöglicht. TARDOC zielt auf die Einführung von Pauschalen ab, um Einzelleistungen teilweise zu ersetzen. Es sollte dringend über die Einführung von Kopfpauschalen nachgedacht werden, die eine bessere Kostenkontrolle ermöglichen und unserem System mehr Transparenz verleihen würden. Durch den weiteren Ausbau der Interprofessionalität kann man dem Mangel an Hausärzten begegnen und die Kompetenzen der einzelnen Berufe stärker einbringen. Es müssen neue Kooperationen entwickelt werden, z. B. durch die Einrichtung von Gesundheitshäusern, welche die Notaufnahmen entlasten könnten. Hinzu kommt das Konzept smarter medicine, das sich bereits bewährt hat, bei dem es aber noch ein langer Weg ist, um bei Bevölkerung und Ärzteschaft volle Akzeptanz zu erreichen.
ParteizugehörigkeitGrünliberale Partei
Medizinischer FacharzttitelAllgemeine Innere Medizin
Tropen- und Reisemedizin
Aktuelle berufliche TätigkeitHausarztmedizin (zu 50%) in einer Gruppenpraxis
Ihre ärztliche BasisorganisationSociété vaudoise de médecine
Bisherige politische MandateAbgeordneter für die Grünliberalen (Waadt) seit 2000
Gemeinderat Echallens seit 2016
Bisherige standespolitische MandateKeine
InteressensbindungenMFE, SVM, AefU (Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz)

Yolanda Müller Chabloz, 1976, Le Mont-sur-Lausanne

Ich setze mich für eine gesundheitsfördernde Politik nach dem Konzept «Health in all policies» der Weltgesundheitsorganisation ein. Dies betrifft die Bereiche Mobilität, Raumplanung und Schutz der Biodiversität, aber auch die Sozial- und Wirtschaftspolitik. Dank meiner Ausbildung zur Ärztin im Bereich «Public Health» bin ich besonders sensibel für die Auswirkungen gesellschaftlicher und raumplanerischer Ungleichheiten auf die Bevölkerung. Ich engagiere mich zudem gegen die Ungleichbehandlung der Geschlechter, gegen den alltäglichen Sexismus und jede Form von Belästigung ebenso wie für eine bessere Vereinbarkeit von Privat- und Berufsleben, auch im Gesundheitssektor.
Ich setze mich für eine starke Hausarztmedizin ein, die auf akademischer Ebene stärker vertreten sein muss. Die Aus- und Weiterbildung von Ärztinnen und Ärzten muss sich vor allem nach den Bedürfnissen der Bevölkerung und weniger nach den Bedürfnissen der Spitäler richten. Ich engagiere mich für eine Gesundheitspolitik, die stärker von «Public Health»-Zielen als von Zielen der Kostensenkung geleitet wird, was einer rationalen Nutzung der Gesundheitsversorgung nicht entgegensteht.
ParteizugehörigkeitDie Grünen
Medizinischer FacharzttitelPrävention und Public Health
Aktuelle berufliche TätigkeitLeitende Ärztin, Leiterin des Bereichs Klinische Forschung in der Hausarztmedizin, Unisanté, Privatdozentin an der Universität Lausanne
Ihre ärztliche BasisorganisationVSAO
Bisherige politische MandateAbgeordnete, Gemeinderätin
Bisherige standespolitische MandateKeine
InteressensbindungenKeine

Antoine Chaix, 1964, Einsiedeln

Die seit Jahren ungenügenden Ausbildungsplätze in der Humanmedizin trotz jetzt schon eklatanter Abhängigkeit von im Ausland ausgebildeten Ärztinnen und Ärzten (und somit Abwälzen der teuren Ausbildung auf Drittstaaten). Dieser Missstand ist eng verbunden mit der Problematik des akut sich zuspitzenden Fachkräftemangels in der Grundversorgung.
ParteizugehörigkeitSP
Medizinischer FacharzttitelAllgemeine Innere Medizin
Aktuelle berufliche TätigkeitHausarzt
Ihre ärztliche BasisorganisationÄrztegesellschaft des Kantons Schwyz
Bisherige politische MandateSeit 2016 Kantonsrat SZ
Bisherige standespolitische MandateSeit 2010 Ärztekammerdelegierter Kanton SZ
InteressensbindungenMedizinischer Berater Altersheim Langrüti, Einsiedeln

Otto Brändli, 1942, Zürich

Als Lungenarzt kämpfe ich gegen Tabakrauch und Feinstaub. Als ehemaliger Chefarzt für den Weiterbestand der Zürcher Höhenklinik in Wald. Und als Bürger für die Biodiversität im ganzen Kanton.
Bei meiner Tätigkeit als Arzt in Spitälern und Praxen und vor allem seit 2015 in der Permanence ApoDoc habe ich erlebt, wie anstrengend die Arbeit als Haus- und Notfallarzt ist und wie unfair das Tarifsystem: Würden Hausärzte für die Zeit mit ihren Patienten besser entschädigt, könnten sie Folgekosten und Überweisungen vermeiden helfen. Deshalb sollte der Zuschlag für hausärztliche Leistungen in der Arztpraxis erhöht und der TARDOC endlich eingeführt werden!
Dafür, sowie für die Senkung des Koordinationsabzugs für alle Teilzeitarbeitenden, für einen flexibleren Renteneintritt und die Anrechnung von Berufspausen – gegen Burnout – möchte ich mich einsetzen.
Und ich hoffe auch auf den ServiceCitoyen zur Stärkung unserer Gesellschaft.
Der Schweizer Schriftsteller Max Frisch hat mich mit seinem Tagebucheintrag dazu motiviert, nach dem Einsatz als Präsident der Zürcher Lungenliga für die Volksinitiative für rauchfreie Gastronomie 2008, jetzt erneut politisch aktiv zu werden: «Wer sich nicht mit Politik befasst, hat die politische Parteinahme, die er sich sparen möchte, bereits vollzogen: er dient der herrschenden Partei».
ParteizugehörigkeitGLP
Medizinischer FacharzttitelAllgemeine Innere Medizin
Pneumologie
Aktuelle berufliche TätigkeitHausarzt, ehem. Chefarzt der Zürcher Höhenklinik Wald
Ihre ärztliche BasisorganisationÄrztegesellschaft des Kantons Zürich
Bisherige politische MandateKeine
Bisherige standespolitische MandateKeine
InteressensbindungenKeine

Jan von Overbeck, 1954, St-Prex

Eine Reform der medizinischen Grund- und Notfallversorgung ist notwendig, um einen angemessenen Zugang und eine effiziente Triage zu gewährleisten und so die Nutzung des Gesundheitssystems zu optimieren. Es ist zwingend notwendig, eine gründliche und objektive Analyse der steigenden Gesundheitskosten vorzunehmen. Dies könnte in Form eines Verfassungsrats für Gesundheitsfragen geschehen, der die Rahmenbedingungen für die Gesundheitsversorgung in der Schweiz neu definieren soll. Die vorgeschlagenen Massnahmen sollten nicht nur einen fairen Zugang für alle bei gleichbleibender Versorgungsqualität gewährleisten, sondern auch auf negative Anreize und Verwaltungsvereinfachungen abzielen. Ausgehend von der Arbeit des Verfassungsrats sollte die Möglichkeit in Betracht gezogen werden, das derzeitige Gesetz über die Finanzierung des Gesundheitswesens (KVG) durch eine neue Gesetzgebung zu ersetzen, die das gesamte Gesundheitsmanagement umfasst.
In diesem Zusammenhang ist es von entscheidender Bedeutung, die Konzepte der Triage und der Steuerung der Patientenströme zu überdenken und die Präventionsprogramme zu verstärken. In dieser Hinsicht muss das Projekt des elektronischen Patientendossiers (EPD) aktualisiert und für die verschiedenen Beteiligten, einschliesslich der Patientinnen und Patienten, attraktiv gemacht werden.
ParteizugehörigkeitFDP
Medizinischer FacharzttitelAllgemeine Innere Medizin
Infektiologie
Aktuelle berufliche TätigkeitFür meine Firma Offlimits Solutions SA
Ihre ärztliche BasisorganisationÄrztegesellschaft des Kantons Zürich, Waadtländer Ärztegesellschaft
Bisherige politische MandateGemeinderat der Gemeinde St-Prex
Bisherige standespolitische MandateKantonsarzt Kanton Bern (GSI)
InteressensbindungenVerwaltungsratsmitglied des Réseau de l’Arc

Bettina Balmer, 1966, Zürich

Bürokratieabbau im Gesundheitswesen ist mir ein grosses Anliegen. Eine nationale Digitalisierungsstrategie hilft, damit die Computersysteme unter den Kliniken und niedergelassenen Ärzten kompatibel sind. Es braucht weniger statt mehr Auflagen für Praxen und Spitäler. Die 2022 in Kraft getretene Gesetzesrevision zur Berufsausübung ist ein Beispiel, bei welchem eine neue Regulierung zu einer Zunahme von Bürokratie, aber nicht zu besserer Qualität führt: Es entsteht überflüssige Mehrarbeit für die Ärzteschaft und die kantonalen Gesundheitsdirektionen führen einen grossen, unnötigen Kontrollapparat mit zusätzlichen Stellen ein. Weiter muss die Umsetzung von Tardoc endlich erfolgen, der Tarmed ist völlig veraltet. Auch die Eigenverantwortung der Bevölkerung sollte bei gesundheitlichen Fragen verbessert werden. Dafür braucht es unter anderem eine Stärkung der Grundversorgung und eine bedarfsangepasste Ausbildung und Förderung des Nachwuchses - gerade in Zeiten des Fachkräftemangels. Die Kostenbremse ist kein wirkungsvolles Instrument, um steigende Gesundheitskosten in den Griff zu bekommen, sondern eine versteckte Rationierung unseres hochstehenden Gesundheitswesens. Schliesslich setze ich mich als berufstätige Mutter ein für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie - die Einführung der Individualbesteuerung ist überfällig. Weitere Informationen zu meiner Kandidatur finden sich unter: www.bettina-balmer.ch
ParteizugehörigkeitFDP
Medizinischer FacharzttitelKinderchirurgie
Aktuelle berufliche TätigkeitOberärztin Notfallstation Universitätskinderspital Zürich (50%)
Ihre ärztliche BasisorganisationÄrztegesellschaft des Kantons Zürich
Bisherige politische MandateKantonsrätin
Bisherige standespolitische MandateVorstand Ärztegesellschaft Zürich
InteressensbindungenSchweizerische Gesellschaft für Kinderchirurgie, Vereinigung Zürcher Kinderärzte, Vorstand Verein Forschung für Leben, leitender Kassenausschuss medisuisse, Stiftungsrat und Anlageausschuss Pro Medico

Christine Hoff, 1959, Zollikon

Das Gesundheitswesen soll weiterhin als Solidargemeinschaft betrachtet werden. Fehlanreize sollen eingedämmt werden, dabei muss die evidenzbasierte Medizin im Vordergrund stehen. Prävention und Eigenverantwortung sollen gestärkt werden. Zeitgemässe Arbeitsbedingungen für Gesundheitsfachpersonen müssen selbstverständlich werden, dazu gehört auch der Abbau von administrativen Aufgaben.
ParteizugehörigkeitGLP
Medizinischer FacharzttitelAllgemeine Innere Medizin
Aktuelle berufliche TätigkeitEigene fachärztliche Praxis in Zürich
Ihre ärztliche BasisorganisationÄrztegesellschaft des Kantons Zürich (AGZ)
Bisherige politische MandateVizepräsidentin Sozialbehörde Zollikon
Bisherige standespolitische MandateKeine
InteressensbindungenKeine

Fabian Kraxner, 1992, Hedingen

Der jetzige Nationalrat braucht dringend mehr gesundheitspolitischen Sachverstand. Hierfür benötigt es eine engagierte und beharrliche Ärzteschaft in Bern.
Zentral für mich ist ein qualitativ hochstehendes und menschenzentriertes Gesundheitssystem, das Eigenverantwortung und Innovationen stärkt. Darin muss die Ärzteschaft direkt mitgestalten und entscheiden können.
Hieraus resultiert mein wichtigstes Anliegen: Eine stabile Gesundheitsversorgung statt Fachkräftemangel und Bürokratie. Doch wie packe ich dies konkret an?
– Bürokratie reduzieren: Wir behandeln Menschen und nicht Computer. Es braucht eine konsequente Entbürokratisierung in jedem Prozess. Mit dem klaren Fokus auf echte ärztliche Tätigkeit gewinnt der Beruf an Attraktivität und steigt die Qualität. Hingegen führen noch umfangreichere Qualitätsmanagement-Systeme nicht zu mehr Qualität, sondern zu mehr Qualitätsbürokratie.
– Arztberuf stärken: Wenn wir eine stabile, ärztliche Versorgung haben wollen, brauchen wir mehr eigenen Nachwuchs, weniger Auslandsabhängigkeit sowie attraktive berufliche Rahmenbedingungen. Hierfür braucht es jetzt ein politisches Umdenken und Wachrütteln.
– «Smart Restart» beim EPD: Ich setze mich für ein intelligentes und praxistaugliches elektronische Patientendossier (EPD) ein. Der Nutzen muss klar überwiegen. Das EPD darf keine zusätzliche Bürokratie generieren oder zu Lasten der Behandlungszeit des Patienten gehen.
ParteizugehörigkeitGrünliberale Partei (GLP)
Medizinischer FacharzttitelFacharztkandidat Psychiatrie und Psychotherapie
Aktuelle berufliche TätigkeitOberarzt Psychiatrie und Psychotherapie, Spital Affoltern
Ihre ärztliche BasisorganisationVerband Schweizerischer Assistenz- und Oberärzte (VSAO)
Bisherige politische MandateExekutiv-Gemeinderat in Hedingen
Bisherige standespolitische MandateVorstandsmitglied VSAO Zürich
Vorstandsmitglied Schweizerische Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie (SGPP)
InteressensbindungenCo-Präsident Grünliberale Knonauer Amt
Stiftungsratspräsident Berta Peter Stiftung
Stiftungsrat Solvita AG

Frank Rühli, 1971, Zürich

«Die Ärzteschaft braucht dringend eine vernünftige, starke Vertretung in Bern. Ein wesentliches Element eines qualitativ hochstehenden und bezahlbaren Gesundheitswesens sind wir Ärztinnen und Ärzte mit unserer Fach- und Sozialkompetenz. Mit vollem Elan setze ich mich für den Medizinstandort Schweiz ein. Die Schweiz kann klinisch, aber auch forschungsmässig und in der Aus- und Weiterbildung noch besser! Digitalisierung, personalisierte Medizin, Interprofessionalität, gesellschaftliche Resilienz sind alles Themen, welche in Zukunft noch bedeutender werden und die wir aktiv angehen sollten. Viele Prozesse und Strukturen sind verkrustet und nicht patientenorientiert. Mehr Qualitätstransparenz und ganzheitliches Systemdenken senken die Kosten und erhöhen die Qualität. Die Ärzteschaft ist nicht das Problem, sondern die Lösung der Herausforderungen des Gesundheitswesens!»
ParteizugehörigkeitFDP
Medizinischer FacharzttitelKeine
Aktuelle berufliche TätigkeitDekan Medizinische Fakultät, Institutsdirektor
Ihre ärztliche BasisorganisationÄrztegesellschaft des Kantons Zürich
Bisherige politische MandateGemeinderat Stadt Zürich, Mitglied Sachkommission Gesundheits- und Umweltdepartement Stadt Zürich, Präsident Gesundheits- und Sozialkommission FDP Schweiz
Bisherige standespolitische MandateKeine
Interessensbindungenhttps://www.prof.uzh.ch/apps/interessenbindungen/client/

Gregor Szöllösy, 1971, Zürich

Der oeko-soziale Wandel ist die grösste Herausforderung unserer Zeit und er betrifft die Gesundheit und das Gesundheitswesen ganz besonders. An erster Stelle brauchen wir ein gesundes Arbeitsumfeld frei von oekonomischen Zwängen und überbordender Bürokratie. Damit wir Zeit haben für die Menschen, die uns ihr Vertrauen schenken. Die Sparpolitik der letzten Jahre vertreibt wertvolle Mitarbeiter:innen aus dem gelernten Beruf und bewirkt das Gegenteil von dem was sie beabsichtigt.
Die Kosten im Gesundheitswesen spielen eine Rolle, weil sie ungerecht verteilt sind. Es braucht weitere Prämienverbilligungen. Sparpotential ist vorhanden, aber nicht bei den Löhnen, sondern in der Bürokratie, den Zulieferern und im Pharma-Bereich. Transparenz über die Kosten, die Löhne und Gewinne hilft, diese gerecht zu verteilen.
Langfristig das grösste Sparpotential bietet eine gesunde Gesellschaft mit hoher Gesundheitskompetenz in einer gesunden Umwelt.
ParteizugehörigkeitGrüne, Liste 31 Grüne Wirtschaft
Medizinischer FacharzttitelChirurgie
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
Aktuelle berufliche TätigkeitNiedergelassener Orthopäde, Schulterspez.
Ihre ärztliche BasisorganisationÄrztegesellschaft des Kantons Zürich
Bisherige politische MandateKeine
Bisherige standespolitische MandateTarifgruppe swiss orthopaedics
InteressensbindungenKeine

Michael Rohrer, La Tour-de-Peilz

Gewährleistung eines inklusiven und diskriminierungsfreien Zugangs aller zum Gesundheitssystem
Unterstützung der Initiative der Partei «Die Mitte»
«Für tiefere Prämien – Kostenbremse im Gesundheitswesen (Kostenbremse-Initiative)»
Unterstützung des Vorhabens, die kantonale Beteiligung an den ambulanten Kosten zu erhöhen

Erste Schritte:

Unterstützung der Idee, mit anderen kleinen europäischen Ländern eine Einkaufsgemeinschaft für Arzneimittel zu gründen, um durch Bestellung grösserer Mengen günstigere Preise zu erhalten. Eine solche Einkaufsgemeinschaft würde auch die Versorgungssicherheit erhöhen und dem selbst bei gängigen Medikamenten bestehenden Mangel entgegenwirken. Ebenso würde sie Swissmedic dazu zwingen, die Einfuhr solcher Medikamente ohne den Verweis auf Swissness-Vorgaben zu akzeptieren.
ParteizugehörigkeitPartei «Die Mitte», Waadt
Medizinischer FacharzttitelAllgemeine Innere Medizin
Physikalische Medizin und Rehabilitation
Aktuelle berufliche TätigkeitAllgemeinmediziner in Einzelprivatpraxis
Ihre ärztliche BasisorganisationWaadtländer Ärztegesellschaft (SVM)
Bisherige politische MandateGemeinderat (legislativ)
Präsident der Finanzkommission
Bisherige standespolitische MandateKeine
InteressensbindungenSVM/FMH
Am 22. Oktober 2023 wählen Schweizerinnen und Schweizer das Parlament für die Legislatur 2023 bis 2027. Erfreulicherweise kandidieren auch zahlreiche Ärztinnen und Ärzte für den National- oder Ständerat. Der finanzielle und politische Druck auf die Berufsausübung der Ärzteschaft, wie auch der anderen Leistungserbringer im Gesundheitswesen, ist hoch. Auf der politischen Agenda stehen in der nächsten Legislatur relevante Geschäfte, welche für die Zukunft der medizinischen Versorgung in der Schweiz wegweisend sind. Umso wichtiger ist es, dass die Ärztinnen und Ärzte ihre Kenntnisse und Anliegen in die parlamentarische Debatte einbringen.
Der FMH ist es deshalb ein grosses Anliegen, kandidierende Ärztinnen und Ärzte zu unterstützen. Gerne stellen wir Ihnen diejenigen FMH-Mitglieder vor, die für den Nationalrat kandidieren und ihr Portrait bei der FMH fristgerecht eingereicht haben. Die Portraits erscheinen in Originalform ohne redaktionelle Bearbeitung.
Für die bevorstehenden National- und Ständeratswahlen kandidieren zahlreiche Ärztinnen und Ärzte.
© roibul / Dreamstime

Marcel Bruggisser, 1968, Aarau

Wir können auf unser Gesundheitssystem, welches der gesamten Bevölkerung eine hochstehende Versorgung bietet, stolz sein. Dies gilt es zu bewahren! Konkret werde ich alles daransetzen, dass der Reformstau bei der Finanzierung der Gesundheitskosten aufgelöst wird und ein Weg in Richtung einheitlicher Finanzierung ambulanter und stationärer Behandlungen gegangen wird. Wehren werde ich mich gegen jede Art von Globalbudgets, diese könnten in der Gesundheitsversorgung zu einer gefährlichen Ungleichheit führen. Nicht zuletzt möchte ich mich dafür einsetzten, dass auch für Ärztinnen und Ärzte die Vereinbarkeit von Familie und Beruf möglich ist. Grundsätzlich ist mir wichtig, dass die Ärzte geeint für eine sichere Gesundheitsversorgung auftreten.
© Foto Basler Aarau
ParteizugehörigkeitFDP.Die Liberalen
Medizinischer FacharzttitelAnästhesiologie
Klinische Pharmakologie & Toxikologie
Praktischer Arzt
Aktuelle berufliche TätigkeitFreischaffender Facharzt für Anästhesie
Ihre ärztliche BasisorganisationAargauischer Ärzteverband
Bisherige politische MandateGrossrat Kt. Aargau (BDP): 2013 – 2020
Einwohnerrat Aarau (FDP): seit 2023
Bisherige standespolitische MandateKeine
InteressensbindungenKeine

Lucia Engeli, 1982, Unterentfelden

Wir Fachpersonen des Gesundheitswesens wissen, dass Erkrankungen jede und jeden treffen können. Darum muss die Gesundheitsversorgung ein Service public sein, der jeder und jedem eine schlanke, qualitativ hochstehende Versorgung bietet, unabhängig vom Einkommen oder Vermögen. Nur so kann die Würde der Hilfsbedürftigen geschützt werden.
Die Gesundheitsplanung darf nicht von finanziellen Fehlanreizen angetrieben werden. Die Erkenntnisse der modernen Medizin würden eigentlich ermöglichen, eine bedarfsgerechte Gesundheitsplanung zu machen. Statistische Informationen müssten genutzt werden können, um die Bedürfnisse der Bevölkerung für medizinische Versorgung vorausschauend und geplant abzudecken. Das über die Preise regulierte Gesundheitswesen, welches wir aktuell haben, bietet an allen Ecken und Enden Fehlanreize, welche zu punktueller Überversorgung, aber auch grossen Versorgungslücken führen. Die ungerechten Versicherungsprämien müssen sozial abgefedert werden ohne grossen bürokratischen Aufwand. Die Gesundheitsversorgung muss so finanziert werden, dass sie für die verschiedenen Einkommen der Haushalte tragbar ist!
Die Bundesverfassung sieht vor, dass‚… jede Person die für ihre Gesundheit notwendige Pflege erhält. Ich setze mich dafür ein, dass die notwendige medizinische und pflegerische Versorgung allen auch in Zukunft zur Verfügung steht.
Dr. med. Lucia Engeli, Mutter, Partnerin, Tochter, Ärztin
ParteizugehörigkeitSP
Medizinischer FacharzttitelAllgemeine Innere Medizin
Aktuelle berufliche TätigkeitLeitende Ärztin Notfall Zentrum Hirslanden Klinik Aarau
Ihre ärztliche BasisorganisationAargauischer Ärzteverband
Bisherige politische MandateGemeinderätin Unterentfelden
Bisherige standespolitische MandateKeine (Mitglied VSAO)
InteressensbindungenKeine

Severin Lüscher, 1963, Schöftland

Mit der Aargauer Standesinitiative 21.303, «Sicherung der Landesversorgung mit essenziellen Wirkstoffen, Medikamenten und medizinischen Produkten» wurde ich bereits im Bundeshaus vorstellig, leider wollte der Ständerat 2022 nicht darauf eintreten, das Problem ist nach wie vor nicht gelöst – also nachfassen!
Weiter müssen wir die medizinische Grundversorgung entschlossen weiterentwickeln und stärken, weil sie das unerlässliche Fundament jedes effizienten und bezahlbaren Gesundheitswesens ist – mit weniger Reglementierung, einem grosszügigeren Rahmen für die sinnvolle Verteilung von Aufgaben und Kompetenzen auch angesichts der Knappheit an Fachkräften, und mit genügend Finanzen ausgestattet. Es braucht deshalb ein Vorstosspaket adressiert ans EDI/BAG, nutzlose und teure Eingriffe ins System drastisch zurückzufahren, sich von der Fixierung auf Kosten zu lösen, Initiativen für wirkliche Einsparungen zu belohnen und dafür zu sorgen, dass möglichst viel Leistung bei den Patientinnen und Patienten landet, statt in Bürokratie und Administration zu versanden.
Ich plädiere für eine Kultur des Vertrauens statt der Erbsenzählerei und Absicherungsmentalität. Im Dialog mit Kolleginnen und Kollegen aller Fraktionen guten Willens will ich darauf hinwirken, dass mutig entschieden und der politische Stillstand im Gesundheitswesen überwunden wird.
ParteizugehörigkeitGrüne
Medizinischer FacharzttitelAllgemeine Innere Medizin
Aktuelle berufliche TätigkeitHausarzt
Ihre ärztliche BasisorganisationAargauischer Ärzteverband
Bisherige politische MandateGrossrat Kanton Aargau (seit 2015), Präsident der Fachkommission Gesundheit und Sozialwesen (GSW)
Bisherige standespolitische MandateMitglied VR Argomed Ärzte AG (bis 2019)
InteressensbindungenMitglied VR Pflegeheim Sennhof AG

Michel Matter, 1964, Conches

Den Zugang zur Gesundheitsversorgung für alle ebenso wie die Qualität der Versorgung aufrechterhalten.
Einen aktualisierten Ärztetarif erwirken, der unsere berufliche Tätigkeit und die tatsächlichen Kosten widerspiegelt.
Die Finanzierung des Gesundheitswesens neugestalten, indem Partnerschaft und Konsens zwischen den verschiedenen Akteuren des Gesundheitswesens in einem zunehmend fragmentierten System gefördert werden.
Pilotprojekte fördern, die in direkter Zusammenarbeit mit den Fachgesellschaften eingeführt werden.
Unserem Beruf wieder einen Sinn geben; unseren jungen zukünftigen Kolleginnen und Kollegen eine Zukunft und respektvolle, den heutigen Gegebenheiten angepasste Arbeitsbedingungen sichern.
Zu einer nachhaltigen, digitalen, personalisierten und interprofessionellen Medizin beitragen. Unser Beruf muss unter globalen Rahmenbedingungen effizienter werden.
Freie Arztwahl und Therapiefreiheit aufrechterhalten.
ParteizugehörigkeitGrünliberale Partei
Medizinischer FacharzttitelOphthalmologie
Aktuelle berufliche TätigkeitOphthalmologe, Centre Ophtalmologique de Rive, Genf
Ihre ärztliche BasisorganisationAssociation des médecins du canton de Genève (AMGe)
Bisherige politische MandateNationalrat
Vizepräsident Grünliberale Partei
Bisherige standespolitische MandatePräsident der AMGe
Vorstandsmitglied der Westschweizer Ärztegesellschaft (SMSR)
InteressensbindungenVerwaltungsratsmitglied des Universitätsspitals Genf (HUG)
Mitglied des Vorstands der Fédération des Entreprises Romandes (FER), Genf
Leiter Centre Ophtalmologique de Rive
Direktor Neurovision Consulting

Patrick Saudan, 1960, Genf

Meine Prioritäten im Gesundheitswesen:
– der Hausarztmedizin mehr Mittel zur Verfügung stellen und dabei die Komplementarität zwischen den Gesundheitsberufen durch integrierte Versorgungsmodelle für polymorbide Patienten fördern
– öffentlich-private Partnerschaften entwickeln, um Überkapazitäten abzubauen und die Behandlungspraktiken unter Einhaltung von Qualitätsindikatoren für die Gesundheitsversorgung («smarter medicine») in allen Pflegeeinrichtungen zu vereinheitlichen
– die Kompetenzzentren für Spitzenmedizin auf die Schweizer Universitätszentren verteilen, um Überkapazitäten abzubauen
– die Rolle des BAG stärken, um die Prävention in der Schweiz zu verbessern
– die Übertragung von medizinischen Patientendaten zwischen privaten und öffentlichen Gesundheitseinrichtungen zu erleichtern
– die Schaffung von Rekonvaleszenz- und Rehabilitationseinrichtungen fördern
– Anreize für Gesundheitseinrichtungen (Praxen, Arztgruppen, Kliniken, Spitäler) schaffen, eine jährliche CO2-Bilanz einzuführen, um den Energieverbrauch dieser Einrichtungen auf Grundlage der CO2-Bilanz zu optimieren
– die Nutzung von umweltschädlichen, nicht erneuerbaren oder knappen Ressourcen (Einwegmaterial, Medikamente, medizinische Geräte) bestmöglich steuern
– die Krankenversicherungsprämien für junge Erwachsene in Ausbildung auf das Niveau von Minderjährigen senken
– die Bundesfinanzierung für die Versorgung älterer Patienten mit chronischen Krankheiten erhöhen
ParteizugehörigkeitGLP
Medizinischer FacharzttitelNephrologie
Allgemeine Innere Medizin
Aktuelle berufliche TätigkeitKaderarzt an einem Spital
Professor an der medizinischen Fakultät der Universität Genf
Ihre ärztliche BasisorganisationAssociation des médecins du canton de Genève (AMGe)
Bisherige politische MandateAbgeordneter im Grossen Rat des Kantons Genf 2017–2023
Bisherige standespolitische MandateRatsmitglied der AMGe 2008–2018
InteressensbindungenKeine

Roger von Moos, 1965, Chur

Die größten gesundheitspolitischen Herausforderungen der Zukunft sind bisher noch nicht auf der politischen Agenda angekommen. Unser Gesundheitswesen steht kurz vor dem Kollaps, aber nicht wegen fehlenden Finanzen, sondern wegen Personalmangel bei der Pflege, den Ärztinnen und Ärzten und Medikamenten. Verstärkte Ausbildungsinitiativen lösen das Problem nicht es braucht Änderungen im Berufsumfeld, um das Personal im Beruf zu erhalten. Die übermäßige Bürokratie und das seit einigen Jahren eingeführte «Misstrauensprinzip» muss eliminiert werden, um Erschöpfung und Berufsausstieg von Pflege sowie Ärztinnen und Ärzten zu verhindern.
Medizinische Daten schlummern weiterhin in isolierten Silos ohne jeden Nutzen. Dieser Verschwendung muss durch eine Digitalisierung Offensive Einhalt geboten werden, durch schweizweit verbindliche Vorgaben.
Unnötige medizinische Eingriffe sind zu reduzieren und teure Medikamente effizient einzusetzen. Studien der SAKK konnten aufzeigen, wo Krebsmedikamente reduziert oder sogar ganz weggelassen werden können. Weitere solche Projekte sind möglich. Hier muss die öffentliche Hand Ressourcen zur Verfügung stellen, das Sparpotential ist ein Mehrfaches.
Als lösungsorientierter Onkologe und Forscher werde ich versuchen als Brückenbauer zu fungieren. Ein überparteilicher „Marshall-Plan“ ist nötig, um das Gesundheitswesen zu erhalten und eine Zweiklassenmedizin zu verhindern. Dafür werde ich mich, sollte ich gewählt werden, einsetzen.
ParteizugehörigkeitFDP-Graubünden
Medizinischer FacharzttitelMedizinische Onkologie
Allgemeine Innere Medizin
Aktuelle berufliche TätigkeitDirektor Tumorzentrum und Forschungszentrum
Ihre ärztliche BasisorganisationBünder Ärzteverein
Bisherige politische Mandate 2. Stv. Grossrat Kanton Graubünden
Bisherige standespolitische MandateLeiter Ressort Politik Schweizerische Gesellschaft für medizinische Onkologie (SGMO)
InteressensbindungenIm politischen Umfeld keine.

Nadine Cloé Niederhauser, 1982, St. Gallen

Eine grosse Herausforderung im Gesundheitswesen ist der Fachkräftemangel, sowohl bei den Ärztinnen und Ärzten (v.a. in der Hausarztmedizin, Psychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Pädiatrie) als auch bei den paramedizinischen Berufen, insbesondere in der Pflege. Um diesen zu beheben, braucht es mehr Ausbildungsplätze, attraktivere Arbeitsbedingungen, Teilzeitmodelle, Jobsharing, Homeofficemöglichkeit und mehr Lohn.
Weitere Herausforderungen bilden die steigenden Kosten, die sowohl die Leistungsanbieter selbst (Stichwort Spitalschliessungen) als auch die Patientinnen via Krankenkassenprämien belasten. Damit wir weiterhin eine qualitativ hochstehende Medizin anbieten können, braucht es dringend eine Anpassung der Tarifstrukturen und eine Einigung zwischen den Tarifpartnern. Medizinische Leistungen müssen wirksam, zweckmässig und wirtschaftlich sein, Fehlanreize gehören abgeschafft. Globalbudgets sind keine Lösung.
ParteizugehörigkeitGrünliberale (GLP)
Medizinischer FacharzttitelOphthalmologie
Aktuelle berufliche TätigkeitAugenärztin
Ihre ärztliche BasisorganisationÄrztegesellschaft des Kantons St. Gallen
Bisherige politische MandateSeit 2016 Mitglied des St. Galler Stadtparlaments
Bisherige standespolitische Mandate2017 bis 2021 GL-Mitglied Ärztegesellschaft des Kantons St. Gallen
2017 bis 2021 Vorstandsmitglied regionaler Ärzteverein Hygieia
InteressensbindungenKeine

Michelle Grämiger, 1984, St-Blaise, Neuenburg

Ich setze mich für ein solides und für alle zugängliches Gesundheitssystem ein. Ich lehne Globalbudgets und andere Massnahmen ab, die ein Zweiklassensystem fördern.
ParteizugehörigkeitDie Mitte
Medizinischer FacharzttitelUrologie
Aktuelle berufliche TätigkeitChefärztin im Neuenburger Spitalnetz
Ihre ärztliche BasisorganisationSociété neuchâteloise de médecine
Bisherige politische MandateAktuell: Abgeordnete im Grossen Rat des Kantons Neuenburg
Aktuell: Mitglied Kantonalvorstand «Die Mitte»
2005: Gründungsmitglied «Junge CVP» Wil-Untertoggenburg SG
Bisherige standespolitische MandateKeine
InteressensbindungenKeine

Thomas Warzinek, 1964, Mels

Ich setze mich ein für angemessene Tarife ambulant und stationär. Die hohe Qualität unseres Gesundheitswesens und die nötige beständige Weiterentwicklung müssen finanziell sichergestellt bleiben. Das durch mich initiierte und bis in die eidgenössischen Parlamente erfolgreiche Standesbegehren «Kostendeckende Finanzierung der Kinderspitäler und Kinderkliniken» hat gezeigt, dass politische Erfolge möglich sind, wenn Anliegen punktuell und klar verfolgt werden. Der Bundesrat ist nun in der Pflicht, die Beschlüsse von National- und Ständerat umzusetzen. Bezüglich Tarifen erscheint es zudem elementar, EFAS (einheitliche Finanzierung ambulant und stationär) voranzutreiben.
Zudem werde ich jede weitere administrative Mehrbelastung der Ärzteschaft mit aller Kraft bekämpfen. Die Ärzteschaft wird von ihrer Kernarbeit abgehalten und es werden grosse und unnötige Kosten verursacht.
Weiter setze ich mich dafür ein, dass der Weg in die Digitalisierung für alle Beteiligten einen Mehrnutzen bringen muss, praktikabel und einfach anwendbar ist und dass die damit verbundenen Kosten nicht automatisch von den Leistungserbringern getragen werden.
Die medizinische Grundversorgung («Hausarztmedizin») muss gestärkt werden. Die stationäre spezialisierte Medizin soll überkantonal geplant werden, muss aber auch für ländliche Regionen gut erreichbar bleiben. Die Tätigkeit der IVHSM ist diesbezüglich kritisch zu hinterfragen. So darf es ganz konkret nicht sein, dass ganze Landesteile keine Kinderintensivstationen mehr betreiben können.
ParteizugehörigkeitDie Mitte
Medizinischer FacharzttitelUrologie
Operative Urologie
Aktuelle berufliche TätigkeitEigene Praxis, Beleg-/Konsiliararzt in verschiedenen Spitälern
Ihre ärztliche BasisorganisationÄrztegesellschaft des Kantons St. Gallen
Bisherige politische MandateKantonsrat seit 2012
Bisherige standespolitische MandateEhemaliger Präsident Ärzteverein Werdenberg-Sarganserland. Stabsmitglied Vorstand und GL Ärztegesellschaft des Kantons St. Gallen.
InteressensbindungenVorstand Rheumaliga SG, GR, AI/AR, FL.

Thierry Carrel, 1960, Vitznau

– Integrierte Versorgung wo nötig flächendeckend einführen, um mehr Nachhaltigkeit in der akuten und chronischen Versorgung von Patienten zu gewährleisten.
– Ausufernde Krankenkassenprämien durch Förderung der Selbstverantwortung und des „Patienten-Empowerment“ (inkl. Patientenverfügung) sowie durch online Registrierung der konsumierten Leistungen bremsen.
– Fachkräftemangel mit mehr Ausbildungsplätzen und bedarfsgerechter Koordination der Weiterbildung durch die kantonalen Ärztegesellschaften und die Fachgesellschaften (keine staatlichen Eingriffe) entgegenwirken, aber auch durch engagierten fachlichen Einsatz für die Digitalisierung und die Integration von Telemedizin und KI zur Entlastung der Fachkräfte am Patientenbett, in der Praxis oder zu Hause (Spitex).
– Attraktivität der Grundversorgungsbereiche (Allg. Innere Medizin, Pädiatrie und Psychiatrie) durch bessere Tarife stärken. Zur Attraktivität gehört auch eine freiwillige Anbindung an Regional-, resp. Kantonsspitälern (Notfalldienst, Vertretungen)
– Attraktivere Arbeitsbedingungen und bessere Anerkennung der physischen und emotionalen Belastung des Berufes als Arzt- oder Pflegefachperson
– Zukünftige Spitalplanungen sollen zwingend über die Kantonsgrenzen erfolgen
ParteizugehörigkeitFDP
Medizinischer FacharzttitelChirurgie
Herz- und thorakale Gefässchirurgie
Aktuelle berufliche TätigkeitKonsiliararzt am Universitätsspital Basel
Professor an der Universität Zürich
Ihre ärztliche BasisorganisationKantonale Ärztegesellschaft Zürich
Bisherige politische MandateGemeinderat (Sozialvorsteher) in Vitznau
Bisherige standespolitische MandateSekretär (1996-2010), Präsident (2011-2012) der Schweiz. Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefässchirurgie (ab 2010 Schweiz. Gesellschaft für Herzchirurgie)
Vorstandsmitglied der American Association of Thoracic Surgery (2017-2021)
InteressensbindungenVR Schweizerische Mobiliar
VR Hôpital Fribourgeois HFR
VR Clinique Le Noirmont
Chief Medical Advisor Novostia SA
Vorstandsmitglied Lucerne Sinfonieorchester
ab.vionnet[at]gmail.com
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