Digitalisierung kann eine Krux sein

Briefe an die Redaktion
Édition
2022/47
DOI:
https://doi.org/10.4414/bms.2022.21241
Bull Med Suisses. 2022;103(47):22

Publié le 22.11.2022

Digitalisierung kann eine Krux sein

Als Hausarzt in einer Praxis in Solothurn habe ich bis zum Weggang meine papiernen Krankengeschichten fein säuberlich von Hand geführt und die Diagnosen- und Medikamentenlisten sorgsam erfasst. Später machte ich längere Vertretungen in Gemeinschaftspraxen und musste mich immer wieder in neue elektronische Krankengeschichte-Programme einarbeiten.
Die Krux: Die Qualität der elektronischen Krankengeschichte ist so gut wie das Verantwortungsbewusstsein der die Daten eingebenden Ärzte, und da gibt es ein weites Spektrum an Kollegen und Kolleginnen …
Um zum Beispiel den elektronischen Krankengeschichte-Medikamentenwirrwarr – in Vertretung des ferienhalber abwesenden Kollegen – zu enträtseln, blieb manchmal nichts anderes übrig, als den Patienten zum Mitbringen all seiner Tabletten anzuhalten mit dann Auslegeordnung: Da gab’s manche Überraschung.
Und leider: Wie mehr Leute an einer elektronischen Krankengeschichte «rumbasteln», desto grösser wird die Fehlerquelle.
Dr. med. Urs-Peter Stäuble, ehemaliger Allgemeinarzt, Rüti bei Büren

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