Neue Arbeitszeiten gegen Fachkräftemangel

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Édition
2023/2021
DOI:
https://doi.org/10.4414/bms.2023.21834
Bull Med Suisses. 2023;(2021):26

Publié le 17.05.2023

Warum übernehmen wir nicht die Arbeitszeiten der nordischen Länder? Als Medizinstudentin und später als Hausärztin habe ich mehrmals in Norwegen gearbeitet und den nordischen Lebensrhythmus sehr schätzen gelernt. Der Morgen fängt später an, für die meisten erst um 9 Uhr. Dafür wird dann durchgearbeitet bis 16 Uhr. Am Mittag gibt es eine kurze Pause mit einem kleinen Imbiss am Arbeitsplatz, um 16 Uhr kommt die ganze Familie nach Hause: die Mütter und auch die Väter, die Lehrpersonen, die Schülerinnen und Schüler, die Kindergärteler, die Kinder aus der KITA, die Ärztinnen und Ärzte, die Pflegenden, die Bauarbeiter, die Büroangestellten. Ein paar Läden müssen natürlich noch offen sein, und auch für die Notfälle ist gesorgt. Wer nach 16 Uhr arbeitet, erhält einen besseren Lohn.
Die Familien treffen sich für ihr gemeinsames Mal, das sie in Norwegen «Middag» nennen, und dann hat man noch einen halben Tag frei – und dies jeden Tag!
Der Brauch unseres Mittagessens ist an sich schön, aber familien- und frauenfeindlich. Versuchen wir doch, unseren Tagesrhythmus den neuen Bedürfnissen anzupassen!
Dr. med. et MME Danielle Lemann, Langnau

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